Werte - Integration - Resilienz

Fränkisches Bildungswerk für Friedensarbeit e.V.  -  Europäisches Institut Conflict-Culture-Cooperation

 

Das WIR- Projekt für die Grundschule

Die Schule und die Tagesstätten wird für Kinder zunehmend einer der wenigen Aufenthaltsorte, an dem sie noch Beziehungen aufbauen und gestalten können.  Doch wie soll eine Schule dann aussehen, die immer jüngere Kindern mit immer mehr Schulstoff ausbilden soll - und dann noch für wichtige Erziehungsziele gerade zu stehen hat, da das primäre Erziehungssystem versagt?

Kinder brauchen ein Selbstwertgefühl. „Du bist wer, du bist geliebt, du bist wichtig“- ein Kind, das weiß, dass es keine "Null" ist, hat mehr Vertrauen in Werte, die das Leben lebenswert machen.

Integration bedeutet für das Kind, dass es den eigenen Selbstwert erkennt und die Fähigkeit entwickelt, den Wert der Andersartigkeit des Anderen zu verstehen.

Regeln müssen an den Werten orientiert sein, sonst wirken sie willkürlich und das Kind erlebt sie als Gewalt. Diese Verbindung zwischen Regel und Wert braucht immer wieder Erklärung und fassbare Bezugssysteme.   

Die Kinder sowie die Lehrkräfte erleben Konflikte oft als Störfaktoren und versuchen, diese durch Vermeidung oder Unterdrückung zu umgehen. Dabei wird den Kindern vermittelt, dass ein Konflikt schlecht wäre. Wird die Quelle des Konfliktes unterdrückt, sucht das Kind andere Wege, um dies zu regeln.

Werden Konflikte jedoch als Lernfelder für Werte, Integration und Resilienz gesehen, lernen Kinder, aber auch die Erziehungspersonen, dass die Ursachen von Konflikten wichtige Bedürfnisse sind, die verhandelt werden können.  Werden Konflikte also offen besprochen, kehrt eine Entlastung im Schulalltag ein.

Ziel

Mit dem WIR-Projekt wollen wir nachhaltige Veränderungen in einer Klassengemeinschaft bewirken.

Die Kinder lernen dabei, dass Gefühle eine wichtige Quelle für Selbstwert und dem Wert des Nächsten sind. Sie verstehen, wie wichtig sinnvolle Regeln sind und dass jeder die Möglichkeit hat, für sich zu sorgen. Weiterhin erlernen sie ein Konfliktbearbeitungsverfahren, das nicht bloßstellt, sondern nach den Ursachen für ein Verhalten sucht

Erfahrungen

In der bisherigen Entwicklung des Projektes, mit den unterschiedlichsten Grundschultypen konnten wir sehr gute Erfahrungen machen. Die Kinder gingen sehr offen mit den angebotenen  Werkzeugen um. So die Gefühlsuhr und die dazwischen vertiefenden Einheiten, die Stopphand und die Arbeiten zur Grenzen sowie die neue Form der Konfliktbearbeitung im Klassenrat. Viele Grundschulen, die mit Streitschlichtern arbeiteten veränderten die Konflikt-regelung in diesem Sinn. Es wurde nur noch sehr wenige Konflikte individualisiert. Viele Konflikte wurden zur Vermittlung von Werten: „was braucht unsere Gemeinschaft, damit wir wieder gut zusammenleben können?“ und zur Erneuerungen der Regeln verwendet.

Das Entwicklerteam des WIR-Projektes:

Karl-Heinz Bittl,

Anne Schleiß,

Gaby Wittmann

 

 

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